Warnung vor dem kinesiologischen Tape

Ja, ich weiß. „Jeder“ lässt sich inzwischen mit einem bunten Pflaster bekleben und jubelt über dessen heilsame Wirkung. Kinesio-Tapes kommen schon lange nicht mehr nur im Profisport sondern auch in der Kreisklasse zum Einsatz. Niemand kann sagen, was daran funktioniert, aber es gilt der Satz „wer heilt, hat recht“. Dass dem bei weitem nicht so ist und das Tape sogar gefährlich ist, will ich in diesem Blogbeitrag aufzeigen. Achtung vor dem kinesiologischen Tape!

Eine Bemerkung vorneweg: Mir ist klar, dass der nachfolgende Text ungewohnte Gedanken beinhaltet und der voreilige Schluss „was für ein Spinner“ sich geradezu aufdrängt. Ich bin deshalb um Nüchternheit und Klarheit bemüht und hoffe, das der Leser zu einem anderen Schluss kommt.

Die Fakten: Es gibt bis heute keine einzige wissenschaftliche Studie, die Wirksamkeit oder Wirkmechanismus des kinesiologischen Tapes belegen kann. Viele Wissenschaftler haben sich bemüht, doch die Wirkung scheint unerklärlich. Die bunten Streifen hat der Japaner Kenzo Kase entwickelt. Er war Chiropraktiker. Ebenfalls eine Methode, die bis heute nicht wissenschaftlich belegt ist. Man geht davon aus, dass es sich um ein „mystisches Konzept“ handelt. Der Begriff Mystik wiederum ist wissenschaftlich noch nicht einheitlich definiert, wird aber im Sinne von religiösen oder spirituellen Erlebnissen benutzt, die als solche wissenschaftlich nicht objektivierbar sind.

Die Wunderheilungen durch Jesus Christus und seine Jünger, von denen in der Bibel berichtet wird, und die gläubigen Christen noch heute widerfahren, zählen zu solch wissenschaftlich nicht erklärbaren Ereignissen. Es gibt sie, aber wir können ihren Ursprung nicht nachweisen. Und so ist auch klar, dass Heilmethoden aus der Esoterik wie zum Beispiel das kinesiologische Tape tatsächlich wirken. Tausende Sportler können von den deutlichen Verbesserungen berichten. Was oder wer also wirkt da?

Es bleibt am Ende nur die eine schlüssige Erkenntnis: übernatürliche Kräfte. Die wenigsten Menschen leugnen das Vorhandensein solcher Kräfte. Sie werden allerdings je nach Religion oder Glaube den verschiedensten Göttern oder Geistern zugeordnet.

Nun ist der Christ gegenüber allen anderen Glaubensrichtungen deshalb im Vorteil, weil der Dreifaltige Gott aus Gnade und Liebe heilt, und dafür niemals eine Gegenleistung einfordert. ER lässt im Gegenteil dem Menschen immer die Wahl. Der kann sich entscheiden. Gott heilt aber anders, nicht durch bunte Streifen. ER steckt also nicht hinter den kinesiologischen Tapes.

Mit anderen Worten: Wer die Streifen benutzt, nimmt Hilfe von einem anderen Gott, Geist oder einer unbenannten „Kraft“ an. Und mit ihr schließt er eine Art Vertrag. Diese Kraft fordert jetzt oder später eine „Bezahlung“. Es führt zu weit, dies an dieser Stelle für jede Religion nachzuweisen. Das kann im Internet ganz leicht nachgeprüft werden. Auch die Bibel gibt über die „Verträge“ Satans Auskunft.

Im Klartext: Der Einsatz von Esoterik ist nicht nur für den Christen gefährlich, der laut erstem Gebot keine fremden Götter anbeten soll, sondern auch für denjenigen, der sich ihrer ahnungslos bedient. Denn er geht mit einer ihm völlig unbekannten „Kraft“ einen Vertrag ein. Auch und besonders gerne, wenn ihm das nicht bewusst ist. Dann ist er ein leichtes Opfer. Und deshalb kann eigentlich für Niemanden der Satz „wer heilt, hat recht“ gelten.

7 thoughts on “Warnung vor dem kinesiologischen Tape

  1. Lieber Oliver,
    vielen Dank, dass Du das Thema „Kinesiotape“ aufgreifst. Wir haben im Zusammenhang mit Mantras, die ich im INNER COACHING (TMS) einsetze ja schon mal über „Mystik“ und die religiöse Deutung solcher Ideen unterhalten. Als Agnostiker und „nicht-religiöser“ Mensch tue ich mich mit Deinen Befürchtungen ein bisschen schwer. Ich halte mich da eher an eine die Interpretation, dass solange es keine wissenschaftlichen Studien über die Wirksamkeit von Kinesiotape gibt, möglicherweise um einen Placebo-Effekt handelt. Zum beispiel gibt es eine schöne double-blind-Studie, in der Menschen mit Meniskus-Verletzungen „behandelt“ wurden. Die eine Gruppe unterzog sich einer Meniskusoperation, bei der anderen Gruppe wurde in einer simulierten OP nur ein kleiner Schnitt auf der Haut gesetzt. Der Behandlungserfolg war bei beiden Gruppen gleich gut! Es wurden also keine fremden Götter angerufen, sondern unser Körper (Gehirn) spielt uns einfach „einen positiven Streich“! Liebe Grüße.

  2. Lieber Oliver,
    da ich zum Thema „kinesiologisches Tapen“ eine Fortbildung besucht habe, möchte ich Dir kurz die Wirkungsweise erklären:
    Grob gesagt bewirkt das Tape eine Entlastung der Haut. Bewegt man sich, wird die Haut durch das Tape leicht angehoben und bewegt sich. So können Lymphe und Blut besser fließen – die Entzündungen können so schneller heilen oder die angestaute Lymphflüssigkeit besser abfließen.

    Freundliche Grüße,
    Henriette

  3. Danke für deinen Kommentar. So wird ein Teil der Wirkung erklärt. Meine Frage ist aber die des wissenschaftlichen Nachweises einer Funktionsweise. Alleine schon die Herkunft dieser Methode legt aus meiner Sicht zumindest eine Nähe zur Esoterik nahe. Hast du zu der von dir beschriebenen Wirkungsweise einen wissenschaftlichen Beleg? Das würde mir weiter helfen. Danke.

  4. Leider gibt es keine wissenschaftlichen Nachweise, bis jetzt. Laut Informationen aus meiner Fortbildung wird aber daran gearbeitet, damit die Tapes in Zukunft eben besser anerkannt werden.

    Zu den Farben: Ursprünglich war das Tape hautfarben. Die ersten Sportler wurden damit wohl schon in den 80ern bei den olympischen Spielen versorgt. Dadurch sollte das Tage zu Ruhm gelangen 😉
    Durch die Farbe fiel es jedoch nicht sonderlich auf und so interessierte sich niemand dafür. Verschiedene Farben kamen so ins Spiel.
    Laut des Dozenten meiner Fortbildung wollten sich dann irgendwelche Leute wichtig tun und schrieben den verschiedenen Farben verschiedene Wirkungsweisen zu. Das ist jedoch kompletter Unsinn.
    Ich hoffe, dass ich wenigstens ein bisschen helfen konnte 😉

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