Von Football-Coach John Fox lernen

Ich bin heute Morgen über einen Artikel auf nfl.com gestolpert. Darin wird beschrieben, wie der Head Coach der Denver Broncos John Fox nach einer bitteren Niederlage gegen die Detroit Lions (10:45) seine Offense auf recht unkonventionelle Weise umstellte. Es gibt nicht viele Trainer (egal in welcher Sportart), die sich gegen Konventionen stellen. Meist bringen sie sich auf die sichere Seite, in dem sie das tun, was alle tun.

Fox setzt seit ein paar Wochen auf den noch unerfahrenen Quarterback Tim Tebow. Der hatte mit den Florida Gators eine unglaublich erfolgreiche College-Karriere. Tebow war praktisch der Inbegriff der Read-Option genannten Offensive, in der der Spielmacher die Defense liest und dann entscheidet, ob er selbst mit dem Ball läuft oder ihn an einen seiner Runningbacks abgibt. Was Tebow im College so einmalig machte war, dass er selbst eher wie ein Runningback lief. Mit dem Kopf voran und durch die Defense durch. Für einen Quarterback (eher zart besaitet) ungewöhnlich.

Weil Tim Tebow Schwierigkeiten mit einer „normalen“ NFL-Offense hat, bekam er jetzt vom Trainer seine Read-Option zurück. Stattdessen lernt der Rest des Teams, so wie sein Quarterback zu spielen. Ich finde es spannend, anderen Trainern dabei zuzusehen, wie sie sehr überlegt und fundiert an Grundfesten einer Sportart rütteln. Einfach nur deshalb, weil sie sich weigern, ohne nachzufragen das zu tun, was die anderen Kollegen schon immer getan haben.

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