Volleyball-Coach: stehen oder sitzen?

Ich war dankbar, als vor etlichen Jahren den Volleyball-Trainern erlaubt wurde, während des Spiels aufzustehen. Auf der Bank war ich mir oft wie gefesselt vorgekommen. Gerade bin ich wieder in eine sitzende Position zurückgekehrt. Und das kam so:Am Spielfeldrand stand ich meist mit vor der Brust verschränkten Armen. Irgendwann im November des vergangenen Jahres stellte ich fest, dass mich diese Haltung einschränkte – und zwar im Kopf. Ich hielt mich sozusagen selbst fest, und wurde damit auch geistig unbeweglich. Mit den Armen in den Hüften oder Hosentaschen ging’s tatsächlich besser. Gleichzeitig kostete es mich aber eine enorme Anstrengung, die Arme nicht wieder zu verschränken.

Also entschied ich mich, auf die Bank zurückzukehren. So wie in den 80er Jahren, als ich mit dem Coachen begann. Der Feldversuch läuft jetzt seit einigen Spieltagen und wir haben seither nur zwei Spiele verloren. Ich will nicht sagen, dass meine sitzende Position der alleinige Grund ist. Wir haben weiter gut trainiert und die Mädels haben sich enorm entwickelt, aber mein Zugang zum Spiel ist, wenn ich sitze und nicht die Arme verschränke, ein deutlich besserer.

Inzwischen habe ich eine Fortsetzung zu diesem Artikel geschrieben.

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