Volleyball-Coach: stehen oder sitzen? Teil II

Ich habe an dieser Stelle von meinem Selbstversuch berichtet, lieber während der Wettkämpfe auf der Bank sitzen zu bleiben, weil ich mich da besser konzentrieren kann. Ich darf sagen: Der Versuch ist in dieser Kompromisslosigkeit gescheitert. Zunächst lief alles prima. Ich konnte tatsächlich viel besser dem Spielverlauf folgen, als beim mit verschränkten Armen am Spielfeldrand-Stehen. Die Gedanken zu den Beobachtungen flossen. 

Nach wenigen Spielen aber, merkte ich, dass ich in „Krisensituationen“ nicht zeitnah und auch nicht mit entsprechender Körpersprache reagieren konnte. Ich war praktisch körperlich „eingerostet“.

 

Ich. Hier scheinbar gelassen sitzend. Der Eindruck täuscht.

 

Für die jetzt im September startende Saison möchte ich den Selbstversuch dahingehend abwandeln, dass ich schlichtweg das tue, wonach mir gerade ist. Ich werde sitzen, wenn ich es will, und ich werde stehen, wenn’s mir passt. Zudem gibt mir das die Möglichkeit, einen zweiten wichtigen Punkt bei der Entscheidung Stehen oder Sitzen zu berücksichtigen: den Blickwinkel auf das Spielgeschehen. Ich möchte hier nicht alle Argumente wiederholen, sondern verweise stattdessen auf einen Artikel von Mark Lebedew, in dem er völlig richtig auch auf Beobachtungspunkte auf Höhe der Dreimeterline hinweist. Entscheidend für die Wahl der Position ist natürlich auch die Frage was ich denn beobachten will.

Ein Bericht über erste Erkenntnisse folgt…

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