Top-Leistungen sind kein Zufall

Bildschirmfoto 2015-01-12 um 13.03.28

Dirk Nowitzki, Basketballer bei den Dallas Mavericks, knackt in der NBA einen Rekord nach dem anderen. Der Deutsche ist ein Superstar in einer Liga, in der nicht viele Deutsche auch nur annähernd Fuß fassen. Zwischen den Jahren las ich diesen Artikel bei ESPN über einen seiner jüngsten Rekorde. Sein Coach Rick Carlisle wird so zitiert: „The amount of work that’s gone into him getting to this point in his career is something that none of us will ever really be able to fathom. It’s not an accident.“

Frei übersetzt heißt das: Nowitzki hat so viel Arbeit in seine eigene Entwicklung gesteckt und so viel Arbeit seiner Trainer mit ihm angenommen und umgesetzt, dass sein Leistungsstand und seine Konstanz kein Zufall sind. Das ist für mich die Aussage schlechthin für uns Trainer aber auch für unsere Athleten: Leistung ist kein Zufall, Begabung spielt nur eine untergeordnete Rolle. Wer Erfolg (übrigens auch außerhalb des Sports) haben will, der muss vor allem wollen und es tun. Aber wer ist schon bereit dazu, so viel in irgend etwas zu investieren? Alle Athleten könnten es mit großen Erfolgsaussichten tun…

2 thoughts on “Top-Leistungen sind kein Zufall

  1. Nur weil Rick Carlisle das sagt, muss es ja noch lange nicht richtig sein. Na klar schuftet Nowitzki wie ein Besessener für seine Karriere, aber daraus abzuleiten, dass Begabung nur eine untergeordnete Rolle spielt, halte ich für gewagt. Talent und genetisch veranlagte körperliche Voraussetzungen bilden die Basis, auf der mit Fleiß seine Karriere errichtet wurde. Als buckliger Sechfüsser hätte er bestimmt nicht diese Erfolge gefeiert.

  2. Das sagt nicht der Trainer der Mavs sondern die Gehirnforschung. Lernen passiert durch häufiges qualitativ hochwertiges Wiederholen. Als 2-Meter-10-Mann habe ich sicher einen gewissen Vorsprung vor einem 1-Meter-90-Mann, wenn es um bestimmte Aufgaben im Volleyball geht. Aber so etwas wie ein Mittelblocker-Gen gibt es nicht. Wenn ein Volleyballer sagt, ich bin einfach kein Zuspieler, dann hat er sich vor allem dazu entschlossen, kein Zuspieler zu sein. Reden wir vom Erlernen von Bewegungen, dann geht es vor allem um ein gutes und häufiges Training. Dirk Nowitzki hat (ohne dass ich ihn kenne) schlichtweg häufiger und besser trainiert als Andere. Und auch das sagt die Gehirnforschung: Richtig gut werde ich nur in etwas, das mich richtig begeistert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.