Mit Footbällen die Angriffstechnik verbessern?

Die University of California in Berkely twitterte ein Trainingsfoto, in dem im Vordergrund ein Football zu sehen ist. American Football ist die wichtigste Sportart in den USA und nicht wenige Coaches aus anderen Bereichen schauen sich Tricks der Football-Experten ab. Das tat jetzt auch Golden-Bears-Head-Coach Rich Feller. Über Twitter hieß es: „Coaches were using old Cal footballs to demonstrate arm swing mechanics as a part of this morning’s practice.“

Klasse Idee war mein erster Gedanke. Denn in der Tat hat der Bewegungsablauf eines Quarterbacks beim Wurf auf den ersten Blick recht viel mit der Angriffsbewegung beim Volleyball gemein. Die Coaches dürften da vor allem die schnelle Hüftdrehung und den langen Arm im Kopf gehabt haben. Aber ganz ehrlich: Einem zweiten Blick halten die Vergleiche nicht stand. Der Quarterback steht beim Wurf, der Ball soll sein Ziel in Brusthöhe oder Reichweite der ausgestreckten Arme erreichen, die Mehrheit der Pässe geht über die Länge eines Volleyball-Feldes hinaus etc.

Also hatten die Cal-Coaches einen bestimmten Ausschnitt des Angriffs im Volleyball im Blick. Ziel war es offensichtlich, eine oder mehrere Teilbewegung aus dem gesamten Ablauf herauszunehmen, um diesen Abschnitt der Bewegung zu verbessern. Im Sinne des Motor Learning (siehe auch früheren Blog-Eintrag zum Thema) eine Methode, die wenig zielführend erscheint. Motor Learning wurde in den USA entwickelt und hat die Top-Teams (vor allem die Nationalmannschaften) dauerhaft in der Weltspitze etabliert. Und so wundere ich mich wie schon zuvor der neue SCC-Coach Mark Lebedew, warum Trainer aus dem Mutterland des Motor Learning diePrinzipien des Erlernens einer gesamten Bewegung nicht anwenden.

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