Löschung des FC Bayern aus dem Vereinsregister

In Deutschland muss jedes Sportteam (egal in welcher Sportart) einen Verein als Basis haben. Auch im Profibetrieb. Dies birgt Probleme, wie ich hier und hier geschrieben habe. Denn Profitum und Gemeinnützigkeit gehen, um es vorsichtig zu sagen, nicht immer Hand in Hand. Gestern fand ich diesen Artikel, der sehr gut zu diesen Gedanken passt.

Ein Jurist und FC Bayern-Fan will den FC Bayern aus dem Vereinsregister löschen lassen – „wegen Rechtsformverfehlung“. In dem Artikel werden drei Fragen aufgeworfen, wobei die letzte davon den eigentlichen Kern des Themas am besten trifft und auch auf alle anderen Sportarten übertragen werden kann:

  1. Welche Struktur muss ein Verein haben, der in Deutschland Profifußball spielt?
  2. In welchem Umfang darf ein Verein wirtschaften, wie viel Geld darf er umsetzen, welchen Einfluss darf er auf seine Tochtergesellschaften nehmen?
  3. Oder, denkt man ein bisschen weiter: Warum dürfen in Deutschland nur Vereine Fußball spielen?

Vielleicht sind das nur naive Wünsche, aber entsprechen die Richter dem Antrag des Osnabrücker Professors, dann kann das der Beginn einer deutlich vielfältigeren Sportlandschaft sein, in der auch Einzelpersonen Teams für den Ligaspielbetrieb anmelden. Natürlich werden die eingetragenen Vereine nicht aus dem Spielbetrieb unterhalb der Profiligen verschwinden, aber es gäbe auch für andere „Konstruktionen“ wie zum Beispiel Clubs nach amerikanischem Vorbild Platz im Ligaspielbetrieb. Und ich sehe auch eine Erleichterung für Teams in den Profiligen, die sich nicht mehr mit Bedenken und Blockaden des Hauptvereins herumschlagen müssten.

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