Fehler zulassen: Wie Lernen im Volleyball funktioniert

Für regelmäßige Leser dieses Blogs ist es sicher nicht überraschend, dass ich für die Hausarbeit zum A-Trainerschein das Thema „Lernen“ ausgesucht habe. Die Arbeit trägt den Titel „Für die Schule, nicht fürs Leben lernen wir – Wie das System der Massenbeschulung vor allem die mentale Leistungsfähigkeit junger Volleyballer beeinflusst“. Was mich freut ist, dass das Volleyball-Magazin mir die Möglichkeit gab, die Inhalte in Kurzform für die aktuelle Ausgabe vorzustellen. Der Beitrag trägt die Überschrift „Fehler zulassen“.

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Da in einem solchen Artikel natürlich nicht alle Details dargestellt werden können, habe ich die Arbeit für den Blog aufbereitet und die zur Verfügung stehenden Quellen verlinkt.

 

Einleitung

Junge Menschen in Deutschland sind immer unselbständiger, klagen Unternehmer schon seit Jahren. Es fehle an Eigeninitiative, Motivation und Wille. Trifft diese Aussage zu, dann müssten Trainer dieselben Tendenzen feststellen. Und tatsächlich vermissen die von mir für diese Arbeit interviewten Coaches wie der scheidende Juniorinnen-Bundestrainer Han Abbing genau diese Tugenden, die aus einem Talent einen Leistungssportler machen, wie es der Trainer der Bundesliga-Handballer der SG Flensburg-Handewitt, Ljubomir Vranjes, Anfang 2013 auf einer Veranstaltung in Husum nannte.

Mit anderen Worten: Den meisten unserer Spieler fehlen die wichtigsten Grundlagen für eine wirklich effektive Leistungssteigerung. Die Folge im Jugend-Spitzenbereich ist klar auszumachen. Bei Sichtungen wird in Deutschland meist nur noch auf Körpergröße und Athletik geachtet, die mentalen Fähigkeiten bleiben, weil unterentwickelt (so meine These), außen vor.

Doch damit beginnen die Probleme erst richtig. Denn wer nicht selbst engagiert und aktiv an der eigenen sportlichen Weiterentwicklung arbeiten kann oder will, fällt spätestens im internationalen Vergleich zurück. In Deutschlands Volleyballspitze wird es deshalb immer gemütlicher. Die Konkurrenz bleibt aus.

Warum aber fehlt es Jugendlichen heute so oft an Wille, Eigenständigkeit und Bereitschaft zu harter Arbeit? Meine These: Das System Schule, so wie es weltweit nahezu einmalig in Deutschland geordnet ist, macht aus einst neugierigen und zielstrebigen Kindern, unselbständige und nach Anleitung suchende junge Erwachsene. Ich habe die Ergebnisse von anerkannten Wissenschaftlern wie dem deutschen Psychologen Karl Duncker, Hirnforschern wie Prof. Dr. Gerald Hüther oder Trainern wie dem Direktor für Sportentwicklung beim U.S.-amerikanischen Volleyballverband „USA Volleyball“, John Kessel, zusammengetragen und möchte belegen, dass wir im Sport (und der Wirtschaft) viel zu oft mit Lehrmethoden und Belohnungs-/Bestrafungssystemen arbeiten, die fürs vergangene Jahrhundert entwickelt wurden und dort durchaus ihren Sinn hatten.

Während aber im 20. Jahrhundert, dem der industriellen Revolution, vor allem Fließbandarbeiter gesucht und benötigt wurden, sind die Aufgaben des 21. Jahrhunderts in der Regel komplex und vielschichtig. Und das erfordert kreative und selbstständig denkende Menschen. Doch da blockieren Organisationsformen wie Noten, Pausenglocke und Lehrpläne eher die Entwicklung als dass sie sie fördern, wie ich auf den folgenden Seiten darlegen werde.

Das Erstaunliche: Diese Forschungsergebnisse sind bereits seit Jahren öffentlich zugänglich und zum großen Teil mehrfach bestätigt worden. Dennoch funktioniert Schule in Deutschland, und oft auch das Vereinstraining, nicht selten noch mit den Methoden des 20. Jahrhunderts. Und das steht in krassem Gegensatz zu dem, was die Wissenschaft über das Lernen und die Entwicklung junger Menschen weiß.

Auf Basis dieser Erkenntnisse habe ich auch Anregungen fürs (Volleyball-)Training erarbeitet und erkläre, warum ich sicher bin, dass wir im Trainingsalltag mit den Traditionen der Schule brechen müssen.

 

Teil 1 – Die Beobachtung

Es fehlt an mentalen Fähigkeiten

Hirnforscher und Sportwissenschaftler sind sich weitestgehend darüber einig, dass Erfolg im Sport zu 80 Prozent von einer mentalen Stärke abhängt und Technik, Athletik oder Taktik nur etwa 20 Prozent ausmachen, sofern die Spieler auf einem ähnlichen (Liga-)Niveau agieren. Der Mentalcoach der deutschen Olympiaturner Steffen Kirchner wird in der Tageszeitung „tz“ zudem so zitiert: „Ich würde sagen, 70 bis 80 Prozent ist beeinflusst von äußeren Dingen.“ Erfolgreiche Sportler oder Trainer bestätigen dies. Fußball-Coach Ottmar Hitzfeld sagte zum Beispiel in einem Interview: „Die Psychologie ist 80 Prozent des Erfolgs.“ Und auch John Kessel, Direktor für Sportentwicklung beim U.S.-amerikanischen Volleyballverband „USA Volleyball“ betont, dass 75 bis sogar 90 Prozent des Volleyballspiels mental seien.

Doch die Diskrepanz zwischen dem, was wir über die Bedeutung des mentalen Bereichs wissen, und dem, wie im Volleyball trainiert wird und wie Teams zusammengestellt werden, ist enorm. John Kessel fragt in seinem Blog „Growing The Game Together“: „What percent of the game of volleyball is mental? How much do you train mentally in practice?“ Han Abbing, Bundestrainer der Juniorinnen des DVV sagte mir in einem Interview für diese Arbeit: „Wir sichten in Deutschland nicht auf mentale Stärken, wir sichten rein auf körperliche Stärken wie Größe und Athletik. Ich sehe da ein großes Defizit.“

Die für diesen Aufsatz befragten Nachwuchstrainer betonen einhellig, wie wichtig eine mentale Bereitschaft und spezielle mentale Fähigkeiten für die Weiterentwicklung und damit auch den Erfolg junger Athleten und Teams seien. Übereinstimmend wird dabei vor allem eine Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit eingefordert, die die befragten Trainer aber nur selten bei ihren jungen Athleten finden.

André Bolten, Landestrainer des Hamburger Volleyball-Verband e. V. (HvbV), zum Beispiel hat auf seiner Wunschliste im mentalen Bereich: „Eigenverantwortlich handeln und sich auch mal bewusst über taktische Anweisungen hinwegsetzen. Den Trainer als Berater zu begreifen, der einem hilft das Spiel zu lenken. Spielen muss ich es allerdings selber und Gelerntes anwenden und Transfers im Spiel leisten.“ Bolten konstatiert, dass er nur sehr selten Spieler übernehme, die selbst- und eigenständig im Training arbeiten würden. Immerhin beobachtet er bei einigen Athleten einen Fokus und Willen, während eines gesamten Trainings an den eigenen Technik- und Taktikknotenpunkten zu arbeiten.

Elmar Harbrecht, Trainer der Bundesligamänner des VCO Berlin, sucht bei seinen Sportlern eine „…langfristige Motivation für den Leistungssport, zielorientiertes Arbeiten über (einen) längeren Zeitraum, intrinsisch motiviert“ und bemängelt, dass genau diese mentalen Basiselemente in der Regel fehlten. Die abgefragten Punkte „Selbständigkeit/Eigenständigkeit in der Trainingsarbeit“, „Engagement während der gesamten Trainingseinheit/des gesamten Wettkampfs“, „Fokus und Wille während des gesamten Trainings an den eigenen (Technik- /Taktik-)Knotenpunkten zu arbeiten“, „Mut und Bereitschaft, Fehler zu machen, um sich weiterzuentwickeln“ und „starker Typ, der mit viel Einsatz voran geht, sich nicht versteckt“ beurteilt Harbrecht als wichtig, sagt aber, dass sie nur sehr wenig bei den jungen Sportlern vorhanden seien.

Eine Beobachtung, die Florian Karl, Trainer der VCO-Berlin-Mädchen in der 2. Bundesliga Nord, bestätigt. Er sieht im abgefragten Punkt „Fokus und Wille während eines Wettkampfes die gemachten Fortschritte einzusetzen“ einen markanten Unterschied zwischen Frauen- und Herrenteams. Karl schreibt über das Vorhandensein dieser mentalen Fähigkeit: „weiblich gar nicht/ männlich okay.“ Der Nachwuchscoach sieht aber bereits Defizite in der grundsätzlichen Einstellung zum Leistungssport und betont, „dass wir Mädchen und Jungen brauchen, die täglich und über einen langen Zeitraum arbeiten wollen.“

Eine Schwierigkeit, die auch Juniorinnen-Bundestrainer Han Abbing immer wieder begegnet: „Wenn die 17-, 18-, 19-Jährigen zu mir kommen, dann ist für die meisten Volleyball noch nicht viel mehr als ein Hobby. Aber damit laufen wir vielen Ländern hinterher.“ Abbing macht eine gesellschaftliche „nicht Leistungssport orientierte“ Tendenz aus, die der Entwicklung der Volleyballerinnen im Weg stehe.

In eine ähnliche Richtung ging der Kommentar von Henning Lambertz, der zu diesem Zeitpunkt Bundesstützpunkttrainer der Schwimmer in Essen war, anlässlich des Abschneidens der deutschen Schwimmer bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Im ZDF sagte Lambertz, dass in Deutschland zu wenig und nicht hart genug trainiert werde. Und wörtlich weiter: „Warum wir jetzt zu wenig und nicht hart genug trainieren im Vergleich zu den anderen Nationen wie Australien, wie China, wie Amerika – das liegt sicherlich auch ein bisschen an unserem System, an unserer Gesellschaft und dem Schulsystem, wo wir leider nicht soviel Energie ins Training stecken können wie das andere tun.“

Schule nimmt immer mehr (zeitlichen) Raum im Leben der Kinder ein. Während in meiner Generation Vereinstraining noch um 15 Uhr beginnen konnte, weil die Kinder zum einen deutlich früher Schulschluss hatten und zum anderen weitaus weniger Hausaufgaben aufbekamen, ist es heute manchmal schon schwierig, eine U16-Mannschaft um 17 Uhr in die Halle zu bekommen. Begründung der jungen Sportler und deren Eltern sind Schulzeiten bis 16 Uhr und Berge von Hausaufgaben. Ein noch späterer Trainingsbeginn führt dazu, dass es Abends zu spät wird und die Kinder deshalb nicht zum Training kommen können. Zudem sind Kinder und Jugendliche nach einen so langen und anstrengenden Schultag auch kaum noch in der Lage, viel Energie in ein Volleyballtraining zu stecken. Da geht es dann immer öfter um einen simplen Ausgleich zum Schulstress. Engagierter Sport oder gar Leistungsport ist nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich.

Bundesweite Nachwuchskonzepte, wie zum Beispiel das Projekt „Kleine Riesen gesucht“ des Schleswig-Holsteinischen Volleyball-Verband e. V. (SHVV) zielen deshalb darauf ab, Nachwuchsförderung während der Schulzeit und in der Schule anzubieten und zu organisieren.

Neben der zeitlichen Ausdehnung von Schule, wird der Institution aber auch immer mehr gesellschaftliche Bedeutung beigemessen. Juniorinnen-Bundestrainer Han Abbing berichtete für diesen Aufsatz von seinen Besuchen am Stützpunkt in Münster: „Dort ist Schule eher sehr wichtig und auch, dass man ganz eng bei der Familie bleibt. Die versuchen dann Volleyball mit einzubauen.“ Entsprechend liege der Fokus der meisten jungen Spielerinnen dort auch erst an zweiter oder dritter Stelle beim Volleyball.

Gute Erfahrungen macht Abbing dagegen mit dem „Berliner Modell“. Dort würde die Schule um Volleyball herum gebaut. „Wir begleiten unsere Athleten natürlich durchs Abitur und wollen auch, dass sie die Schule packen“, betont der Bundestrainer. Aber die Schule habe nicht die erste Priorität, was bislang keinem im späteren Leben geschadet habe.

Dr. Tony Wagner, Co-Direktor der Change Leadership Group an der berühmten Harvard University hat sieben Fähigkeiten herausgefiltert, die Schüler für ihre Zukunft bräuchten. Wagner denkt dabei vor allem an das Zurechtfinden in der Geschäftswelt. Die Gedanken sind aber ohne Weiteres auch auf den Sport zu übertragen. Wagner nennt in seinem Buch „The Global Achievement Gap: Why Even Our Best Schools Don’t Teach The New Survival Skills Our Children Need – And What We Can Do About It“ folgende Punkte:

  • Critical thinking and problem-solving
  • Collaboration across networks and leading by influence
  • Agility and adaptability
  • Initiative and entrepreneurialism
  • Effective oral and written communication
  • Accessing and analyzing information
  • Curiosity and imagination

 

Gleichzeitig betont der Wissenschaftler, dass keine dieser Fähigkeiten selbst in den besten Schulen der USA eine besondere Bedeutung hätte. Im Gegenteil. Laut Dr. Wagner sind Kinder und Jugendliche aber außerhalb der Schule äußerst aktiv. Sie seien ständig (über das Internet) verbunden, arbeiteten in Teams zusammen und seien kreativ. In der Schule hätten sie vor allem still zu sitzen. Nur 5 Prozent der Gehirnkapazitäten würden in dieser Zeit aktiviert. In der Schule ginge es vor allem darum, durchzukommen und standardisierte Tests zu bestehen.

In einem Interview für diesen Aufsatz betont der in Schleswig-Holstein aktive Sportlehrer Cord Sliwka allerdings, dass aus Sicht der heutigen Schule „durch geöffnete Unterrichtssituationen, die immer stärkeren Raum in der Schullaufbahn einnehmen, die Selbständigkeit der Schüler insgesamt gefördert wird.“ Sliwka ist auch als Studienleiter für das Fach Sport am Institut für Qualitätssicherung an den Schulen Schleswig-Holstein tätig und ergänzt: „Leider setzt sich diese Öffnung des Unterrichts nur nach und nach in den Schulen durch, da sie ein hohes Maß an Flexibilität der Lehrkraft erfordert und auch die Fähigkeit, bereits getroffene Entscheidungen zu revidieren.“ Der Lehrer-Ausbilder sieht in der Selbständigkeit der Schüler einen „zentralen Punkt im Lernprozess“, der allerdings nicht immer umzusetzen sei.

Wie funktioniert also unser heutiges, westliches Schulsystem? Wie entstand es und was war und ist sein Ziel?

Die Schule – wie sie funktioniert und warum

Die Massenschule, so wie wir sie heute kennen, entstand im Jahr 1850 im U.S.-Bundesstaat Massachusetts. Eingesessene Amerikaner fühlten sich durch die seit etwa 1840 stark zunehmende Zahl von Immigranten aus Europa bedroht. Vor allem deren katholische Religion lehnten die Einheimischen ab. Und so führte die Regierung des Staates Massachusetts 1850 den Schulzwang ein. Ziel war es ausdrücklich und ganz öffentlich, die Kinder aus dem Einflussbereich der Eltern herauszuholen und sie den Tag über unter Kontrolle zu haben, wie der ehemalige Lehrer (mit mehreren Auszeichnungen) John Taylor Gatto in seinem Buch „Dumbing Us Down – The Hidden Curriculum of Compulsory Schooling“ beschreibt.

Rund 80 Prozent aller betroffenen Eltern leisteten damals übrigens Widerstand gegen die Schulpflicht, teilweise auch wie zu dieser Zeit üblich mit Waffengewalt. Schulverweigerer wurden mit der Polizei der damaligen Zeit, den Milizen, zu Hause abgeholt und in die Schule geschafft.

Der britische Bildungsexperte Sir Ken Robinson erklärte in einem Vortrag im Jahr 2008, dass unser heutiges weltweites Schulsystem Mitte des 19. Jahrhunderts in der intellektuellen Umgebung der Industriellen Revolution mit all ihren Erfindungen und der Notwendigkeit für Fließbandarbeiter kreiert worden sei. Ziel der Massenschule war (und ist) es tatsächlich, eine lineare Entwicklung von sehr unterschiedlichen Menschen zu schaffen. Es ging den Initiatoren darum, junge Menschen zu „produzieren“, die anschließend ohne zu murren einfache Tätigkeiten im Akkord bewältigen können und eine möglichst einheitliche „Grundgesinnung“ aufweisen. Dieses System erhalten sich moderne Gesellschaften bis heute – im besten Fall ohne seine Grundidee verstanden zu haben.

http://www.thersa.org/events/video/archive/sir-ken-robinson

 

Auf einer TED-Konferenz 2010 betonte Sir Ken Robinson, dass das Leben aber eben nicht linear sondern eher organisch verlaufe. Es gäbe keinen geraden, allgemein gültigen Weg für junge Menschen zwischen sechs und 20 Jahren. Unsere Gesellschaft, so Robinson, hänge heute von einer großen Bandbreite von Talenten und nicht von einem einzelnen „richtigen“ Konzept von Fähigkeiten ab. Wir hätten die Bildung auf Konformität aufgebaut, menschliche Talente seien aber unglaublich vielseitig.

 

Schulpflicht sollte bis ins 20. Jahrhundert hinein steuerbare Massen hervorrufen. Deshalb hatten auch die letzten großen Diktaturen des „Ostblocks“ bis zuletzt einen Schulzwang. Die Bundesrepublik ist übrigens mittlerweile das einzige zivilisierte Land auf der Welt mit einer solchen Schulpflicht. Überall anders herrscht eine Bildungspflicht, die aber eben nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist. Dass Menschen sich in einer Bildungsfreiheit deutlich besser entwickeln, belegen etliche Studien. John Taylor Gatto zitiert eine aus der Zeitschrift „education press“, wonach Kinder, die zu Hause „in die Schule“ gegangen seien, in ihrer Fähigkeit zu denken zwischen fünf und zehn Jahre Vorsprung gegenüber gleichaltrigen Schulgängern hätten.

Gatto, der in den USA ein gefeierter und vielfach ausgezeichneter Lehrer war, weist darauf hin, dass in der Massenschule vor allem Dinge eines „unsichtbaren Stundenplans“ gelehrt würden. Die für Volleyballtrainer maßgeblichen, liste ich hier auf:

  1. „I teach that students must stay in the class where they belong. I don’t know who decides my kids belong there but that’s not my business. … If I do my job well, the kids can’t even imagine themselves somewhere else because I’ve shown them how to envy and fear the better classes and how to have contempt for the dumb classes.“
  2. „…I teach … indifference. I teach children not to care too much about anything, even though they want to make it appear that they do. How I do this is very subtle. I do it by demanding that they become totally involved in my lessons, … competing vigorously with each other for my favor.“
  3. „… I teach emotional dependency. By stars and red checks, smiles and frowns, prizes, honors, and disgraces, I teach kids to surrender their will to the predestinated chain of command.“
  4. „I teach … intellectual dependency. Good students wait for a teacher to tell them what to do. This is the most important lesson of them all: we must wait for other people, better trained than ourselves, to make the meanings of our lives. The expert makes all important choices. … Successful children do the thinking I assign them with a minimum of resistance and a decent show of enthusiasm.“

Der schleswig-holsteinische Sportlehrer und Studienleiter Cord Sliwka sieht Schule nicht ganz so wie Kollege Gatto, sagte mir aber: „Ich glaube durch die unglaubliche Bandbreite kann der Unterricht dazu beitragen herauszufinden, in welchen Bereichen die individuellen Interessen liegen und in welchen eben nicht. Natürlich ist dieses System schwierig, da sich Schüler häufig jahrelang durch unliebsame Fächer durchquälen müssen. Hier wäre auf alle Fälle noch erhebliches Anpassungspotential.“

Das bis heute gültige Schulsystem steht auf drei großen Standbeinen.

  1. Alle Kinder lernen zur selben Zeit denselben Stoff. „Experten“ bestimmen darüber, wo, wie, mit wem und wann „gelernt“ wird.
  2. Wissen wird über standardisierte, also vergleichbare Tests abgefragt.
  3. Zuckerbrot und Peitsche (Noten)

„The truth is, schreibt Gatto, „that schools don’t really teach anything except how to obey orders.“ Für junge Athleten bedeutet dies, dass sie diese drei Säulen, die sie in zwölf Jahren Schule gelernt haben, als unumstößliche Wahrheit akzeptieren und von ihren Trainern in der Sporthalle entsprechend behandelt werden wollen. Im Klartext: Wenn wir junge Volleyballer trainieren, stoßen wir meist auf junge Menschen, die weitestgehend unfähig sind, selbstbestimmt und selbstmotiviert zu lernen oder sich zu engagieren. Denn richtiges Lernen, wie das nachfolgende Kapitel zeigt, funktioniert nach gänzlich anderen Grundsätzen, erfordert eine völlig andere Basis, als die, die in der Schule so unhinterfragt vermittelt wird.

Doch das kümmere die Schule in der Regel nicht, schreibt Lehrer Gatto. Denn sie habe kein Gewissen: „…the institution is psychopathic – it has no conscience. It rings a bell and the young man in the middle of writing a poem must close his notebook and move to a different cell where he must memorize that humans and monkeys derive from a common ancestor.“ Die Schulglocke bestimmt darüber, was wir gerade lernen sollen und wie lange.

Die Folgen für die jungen Menschen, auch im Hinblick auf die Fähigkeit, erfolgreich Leistungssport zu betreiben, sind fatal. Engagement und Neugierde können fast völlig verloren gehen. Sich auf etwas Interessantes zu konzentrieren, ist in der Schule nahezu unmöglich. Es wird im Gegenteil eher bestraft, weil die Schüler mit der Pausensirene das begeisternde Thema aufgeben müssen und eben nicht in ganzer Konsequenz verfolgen können. Gatto schreibt dazu: „The children I teach have almost no curiosity … They can not concentrate for very long, even on things they choose to do. Can you see a connection between the bells ringing again and again to change classes and this phenomenon of evanescent attention?“ Die mangelnde Konzentrationsfähigkeit ist ebenfalls etwas, das Trainer immer wieder beobachten.

Seth Godin, Autor von Businessbüchern wie „Free Prize Inside“ oder „Small Is The New Big“ unterstützt in seinem eBook „Stop Stealing Dreams (what is school for?)“ Gattos Beobachtungen und betont: „Our grandfathers and great-grandfathers built school to train people to have a lifetime of productive labor as part of the industrialized economy. And it worked. All the rest is a byproduct, a side effect (sometimes a happy one) of the schooling system that we built to train the workforce we needed for the industrialized economy.“

Schule bildet also, weil sie heute noch weitestgehend so funktioniert wie im ausgehenden 19. Jahrhundert, eher unselbständige Menschen aus. Wie die kleine Umfrage zu Beginn dieses Aufsatzes zeigt, suchen Trainer (und, wie die Recherchen ergeben haben, auch immer mehr Unternehmer) Menschen, die ein hohes Maß an Eigeninitiative und Kreativität mitbringen. Seth Godin beschreibt die Herausforderung so: „Changing what we get, because we’ve changed what we need“.

Die Anforderungen an Menschen im Arbeitsprozess sind heute um ein Vielfaches komplexer als noch Mitte des 20. Jahrhunderts. Das käme eigentlich den Anforderungen, die Trainer an ihre Sportler haben, entgegen. Es geht im Leistungssport um die Bereitschaft und den Willen zu Höchstleistungen. Zur Erreichung dieser Ziele gibt es keinen geraden Weg, wie es auch Sir Ken Robinson betont. Sportler müssen ein hohes Maß an Eigeninitiative und Selbständigkeit mitbringen. Die deutsche High-Performance-Trainerin Anne Merrem (www.anne-merrem.de) hat zehn Sieger-Regeln herausgearbeitet, in denen es überwiegend um mentale Fähigkeiten geht. Ich habe hier die aus meiner Sicht wichtigsten aufgelistet:

  1. Basis für Höchstleistung ist Ihre Einstellung. Wachsam, selbstbestimmt, authentisch. Mit großer Lust auf den nächsten Entwicklungsschritt.
  2. So wichtig wie Ihre körperliche ist Ihre eleMentale Fitness.
  3. Die Steigerung von Konzentration ist Präsenz. In jedem Moment. Im Training. Im Wettkampf.
  4. Freude an der Wiederholung. Und am Detail. Immer und immer wieder, bis der „Ab-Lauf“ perfekt sitzt.
  5. Kommunikation macht aus Leistung Höchstleistung. Kommunikation mit sich selbst, mit dem Coach, mit dem Team, mit Freunden, mit der Familie. Ton, Absicht und Perspektive bestimmen das Resultat.
  6. Sieger lernen immer – vom Gewinnen und vom Verlieren. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Wie also lernen wir am besten komplexe Bewegungsabläufe oder Sportstrategien? Woher kommt Motivation und wie fördern wir die so dringend benötigten mentalen Fähigkeiten wie Eigenständigkeit, Teamfähigkeit oder Siegeswille in unseren Athleten? Damit befasst sich der zweite Teil dieser Arbeit.

 

Teil 2 – Das Lernen

Von Synapsen, Motivation und Begeisterung

Lernen passiert in unserem Gehirn. Wenn durch Impulse eine neue Verbindung zwischen Nervenzellen (Neuronen) im Gehirn (wir haben davon etwa 100 Milliarden) entsteht, dann haben wir etwas Neues gelernt. Je öfter diese Verbindung in Zukunft genutzt wird, desto sicherer beherrschen wir das neue Wissen oder die neue Bewegung. Denn die Synapsen, an denen die Impulse ankommen, „wachsen“ mit. Je öfter Impulse an den Synapsen ankommen, desto aufnahmefähiger werden diese. Diplom-Psychologe Lothar Linz spricht in seinem Buch „Erfolgreiches Teamcoaching“ von Trampelpfaden: „Je öfter die Verbindungen zwischen den Informationen genutzt werden, desto tiefer graben sie sich ein.“

Je früher also ein Mensch Bewegungserfahrungen macht, desto lernfähiger ist er in Bezug auf die Motorik. Besonders interessant: Sich zu bewegen hat durchaus einschneidende Auswirkungen auf mentale Fähigkeiten des Menschen, wie der deutsche Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther (Psychiatrische Klinik der Universität Göttingen) schreibt:

„Frühe Körpererfahrungen, insbesondere die Erfahrung der eigenen Möglichkeiten zur bewussten Steuerung von komplexen Bewegungsabläufen sind nicht nur entscheidend für die Herausformung und Stabilisierung der zur Bewegungskoordination aktivierten neuronalen und synaptischen Verschaltungsmuster. Sie bilden auch die Grundlage für die Bahnung und Festigung sog. executiver Frontalhirnfunktionen und die Aneignung von sog. Wissens-unabhängigen Metakompetenzen (Selbstwirksamkeitskonzept, Handlungs- und Planungskonzept, Impulskontrolle, Frustrationstoleranz, intrinsische Motivation).“

Die Erkenntnis, dass alle Lernprozesse im Gehirn ablaufen, weil dort Neuronen miteinander verbunden werden, führt zu dem Schluss, dass auch sämtliche Bewegungsabläufe im Gehirn gespeichert werden. Lange Zeit war die Trainingslehre davon ausgegangenen, dass sämtliche motorische Fähigkeiten durch die physische Ausführung erlernt und eingeübt werden müssen. Die neueren Erkenntnisse aus der Neurobiologie haben in einigen Sportarten den Begriff der Visualisierung mehr in den Fokus gerückt. John Kessel schreibt dazu in seinem Aufsatz „FUNdaMental Volleyball“:

„Visualization means to mentally imagine and/or practice the skills. In your mind you can practice many more good responses than you might perform in actual training, and you do not need a gym in which to do it. You can greatly help build your self-image by “playing back” past successes. You can also improve by practicing mentally. The mind, during mental imagery of skills, is actually activating the nerve pathways as in outright physical performance. In addition, your mind at the subconscious level of thinking, is not able to distinguish between vivid imagination and actual experience. Just like actually practiced skills, this imagery will help improve some players more and faster than others. They also should be as specific as possible.“

Ohne Begeisterung geht nichts

Auch das belegen neuere Erkenntnisse aus der Hirnforschung. Prof. Dr. Gerald Hüther schreibt in seinem Blog:

„Leider ist vielen Erwachsenen genau das, weitgehend verloren gegangen, was einem Kind die pure Lebensfreude vermittelt: die Begeisterung. Zwanzig bis fünfzig mal am Tag erlebt ein Kleinkind einen Zustand größter Begeisterung. Und jedes Mal kommt es dabei im Gehirn zur Aktivierung der emotionalen Zentren. Die dort liegenden Nervenzellen haben lange Fortsätze, die in alle anderen Bereiche des Gehirns ziehen. An den Enden dieser Fortsätze wird ein Cocktail von neuroplastischen Botenstoffen ausgeschüttet. Diese Botenstoffe bringen nachgeschaltete Nervenzellverbände dazu, verstärkt bestimmte Eiweiße herzustellen. Diese werden für das Auswachsen neuer Fortsätze, für die Bildung neuer Kontakte und für die Festigung und Stabilisierung all jener Verknüpfungen gebraucht, die im Hirn zur Lösung eines Problems oder zur Bewältigung einer neuen Herausforderung aktiviert worden sind.

Das ist der Grund, warum wir bei all dem, was wir mit Begeisterung machen, auch so schnell immer besser werden. Jeder kleine Sturm der Begeisterung führt gewissermaßen dazu, dass im Hirn ein selbsterzeugtes Doping abläuft. So werden all jene Stoffe produziert, die für alle Wachstums- und Umbauprozesse von neuronalen Netzwerken gebraucht werden. So einfach ist das: Das Gehirn entwickelt sich so, wie und wofür es mit Begeisterung benutzt wird.“

Studienleiter Cord Sliwka startete 2006 einen „Versuch“ mit seinen Sportschülern einer Schule in Schleswig-Holstein. Zunächst einmal fand der Unterricht auf die übliche Art, also „sehr lehrerzentriert“, statt. Sliwka: „Ich habe vorgegeben, die Schüler haben nachgeturnt. Wenige Diskussionen, wenig Selbständigkeit. Im Laufe ihrer Sportkarriere haben sie jedoch immer weitere Verantwortung übertragen bekommen. Bis schließlich der Unterricht im 13. Jahrgang so aussah, dass sie sich selbst die Arbeitsschwerpunkte gewählt haben, die sie für ihre anstehende praktische Prüfung brauchten. Ich habe dann für die Rahmenbedingungen gesorgt, also freie Hallenzeiten und die Geräte organisiert. Der Übungsbetrieb lief dann weitgehend selbständig. Ich hatte schließlich meist 2-4 Grüppchen, die unterschiedliche Themen trainiert haben. In diesem Fall war ich wirklich nur noch der Lernberater, der Tipps gegeben hat. So sollte Schule im Idealfall funktionieren.“

Zwei Jahre nach diesem erfolgreichen Modellversuch muss Sliwka allerdings einsehen, dass seine jetzige Klasse „sehr große Schwierigkeiten in selbständigem Arbeiten hat und auch ein Jahr vor ihrem Abi sehr viel Führung braucht“. Was uns zum Thema Motivation bringt. Während Sliwkas erste Klasse hoch motiviert mitzog, scheint die zweite mit der Freiheit nichts anfangen zu können oder wollen.

Motivation: intrinsisch vs. extrinsisch

Unser Schulsystem und auch weitestgehend unsere Wirtschaft basieren auf einem klassischen Zuckerbrot- und Peitsche-System. Bringst du gute Leistungen, bekommst du gute Noten, eine Beförderung, einen finanziellen Bonus. Erfüllst du die Erwartungen nicht, ist die Reaktion eine schlechte Note, das Ausbleiben von finanziellen Anreizen, im schlimmsten Fall auch eine Gehaltskürzung. Die meisten Trainer, die ich kenne, setzen dieses allgemein anerkannte und als funktionierend beurteilte System von Zuckerbrot und Peitsche in der ein oder anderen Spielform ein. Liegestütze, wenn ein leichter Ball ins Feld fällt, Gummibärchen für die, die gut trainiert haben.

In meinem ersten Jahr als Regionalliga-Trainer (zu diesem Zeitpunkt noch die dritthöchste Liga in Deutschland) forderte ein Spieler einmal wörtlich von mir folgendes ein: „Du musst mir jetzt mal ordentlich in den Hintern treten, sonst kann ich nicht volle Leistung bringen.“ Das System von Belohnung und Bestrafung ist so fest in unserer Gesellschaft verankert, dass Menschen völlig selbstverständlich nicht nur ihre Belohnung sondern auch ihre Bestrafung einfordern. Sie gilt als etwas Gutes, Motivationsförderndes.

Doch wie in so vielen Fällen geht das, was wir tun, und das, was die Wissenschaft weiß, weit auseinander. Im Jahr 1945 wurde posthum ein Versuch des deutschen Psychologen Karl Duncker veröffentlicht. Der Test ist unter dem Namen „Candle Problem“ bekannt. Die Aufgabe bestand darin, eine brennende Kerze an einer Wand zu befestigen, so dass der Wachs nicht auf den im Raum befindlichen Tisch tropfen konnte. Zur Verfügung gestellt wurden eine Kerze, Streichhölzer und eine Schachtel mit Reißzwecken (siehe Abbildung).

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Die meisten Probanden versuchen bis heute, die Kerze mit den Reißzwecken an die Wand zu pinnen oder die Kerze an der Seite anzuschmelzen, um sie so an der Wand zu befestigen. Beides funktioniert nicht. Die Lösung kommt meist erst nach gut zehn Minuten und sieht so aus, wie es die folgende Abbildung zeigt.

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In den 60er Jahren nahm der U.S.-amerikanische Psychologe Sam Glucksberg von der Princeton University das „Candle Problem“ als Basis für einen Motivations-Test1. Der einen Gruppe von Probanden sagte er, er wolle die Zeit messen, um einen Durchschnitt für die Lösung des Problems zu ermitteln. Der zweiten Gruppe stellte Glucksberg Belohnungen in Aussicht. 20 Dollar waren zur damaligen Zeit eine ordentliche Entlohnung dafür, dass man ein paar Minuten an einem Experiment teilnahm und zu den fünf Besten gehörte.

Jeder Leser wird sich wohl sicher sein, welche Gruppe die Aufgabe schneller löste. Weit gefehlt. Die Teilnehmer, denen eine Belohnung in Aussicht gestellt wurde, brauchten im Schnitt 3,5 Minuten länger als die Vergleichsgruppe. Dieses Experiment wurde Jahrzehnte lang immer und immer wieder mit den gleichen Ergebnissen wiederholt. Dass extrinsische Motivation für bestimmte Aufgaben nicht funktioniert oder dabei sogar schadet, ist eines der gesichertsten Ergebnisse der Sozialwissenschaften und gleichzeitig eines der am meisten ignorierten. Denn wir wissen sogar, für welche Aufgaben das gilt. Für Aufgaben des 21. Jahrhunderts, komplexe Herausforderungen also, funktioniert ein System aus Belohnung und Bestrafung nicht. Volleyball ist eine komplexe Sportart.

Zur Gegenprobe veränderte Glucksberg das Experiment (siehe Abbildung).

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In diesem Fall schlugen die Teilnehmer, denen eine Belohnung versprochen wurde, die anderen um Längen. In der ursprünglichen Versuchsanordnung war die Schachtel nur das Aufbewahrungsmittel für die Reißzwecken, in der einfachen Variante liegt sie ganz offensichtlich als Hilfsmittel auf dem Tisch. Belohnungen funktionieren für diese Art von einfachen, linearen Aufgaben wunderbar. Denn Belohnungen verengen unseren Fokus. Aber für das richtige „Candle Problem“ muss man seinen Fokus erweitern, die Lösung liegt in gedanklichen „Außenbezirken“.

Ähnliche Studien, in denen sogar die kulturellen Hintergründe der Teilnehmer variiert wurden, erbrachten immer dieselben Ergebnisse: Wenn es nur um mechanische Fähigkeiten ging, funktionierte alles wie erwartet: Je höher die Belohnung, desto besser die Leistung. Aber sobald es auch nur um rudimentäre kognitive Fähigkeiten ging, führte eine Belohnung zu schlechterer Leistung.

Im Volleyball sind es eben nicht die klaren, immer wieder kehrenden Abläufe, die die Sportart ausmachen. Jeder Spieler (oder Trainer) hat mehrfach pro Trainingseinheit oder Wettkampf sein eigenes „Candle Problem“ zu lösen. Und genau dafür funktionieren, wie uns die Wissenschaft schon lange aufgezeigt hat, die bekannten Belohnungsstrategien (oder Bestrafungsstrategien) bestenfalls nicht, oft hemmen sie sogar.

Stattdessen müssen wir als Trainer intrinsische Motivation der Athleten fördern. Daniel H. Pink, Wirtschaftsautor und Journalist in den USA, formuliert drei besonders wichtige aus einem selbst kommende Motive1:

1. Eigenständigkeit (der Wille, dein eigenes Leben in die Hand zu nehmen)
2. Meisterschaft (der Wunsch in Dingen, die etwas bedeuten, besser und besser zu werden)
3. Sinn/Zweck (Der Wille, etwas im Dienste von etwas Größerem zu tun)

 

Prof. Gerald Hüther fasst die beiden letzten Punkte unter dem Begriff „Bedeutsamkeit“ zusammen und schreibt dazu:

„Damit wir uns für etwas begeistern, muss es bedeutsam für uns selbst sein! … Für ein kleines Kind ist noch fast alles bedeutsam, was es erlebt, erfährt und unternimmt. Aber je besser es sich später in seiner Lebenswelt einzurichten und zurechtzufinden gelernt hat, desto unbedeutender wird alles andere, was es in dieser Welt sonst noch zu entdecken und zu gestalten gibt. Wir sind gefangen in Routine. Indem wir älter werden, Erfahrungen sammeln und unsere Lebenswelt nach unseren Vorstellungen gestalten, laufen wir zunehmend Gefahr, im Hirn einzurosten. Wir kennen „unsere Pappenheimer“ und wissen „wie der Hase läuft“. Wir erledigen unseren Job. Wir machen, was getan werden muss. Wir funktionieren. Der Preis dafür ist hoch: Für uns verliert das Leben seinen eigentlichen Reiz. Alles ist gleichermaßen bedeutsam oder unbedeutsam. … unsere kindliche Begeisterungsfähigkeit … haben wir bis zur Leblosigkeit abgewürgt. Es ist dringend an der Zeit, dass wir als Gesellschaft dieser negativen Entwicklung entgegensteuern. Denn wie es einem einzelnen Menschen mit der fehlenden Begeisterung ergeht, ergeht es auch unserer menschlichen Gemeinschaft. … Unsere ganze Gesellschaft hat gewissermaßen kollektiv die Begeisterungsfähigkeit verloren. Es fehlt ihr sichtbar an Kreativität, Lebensfreude, Entdeckerlust und Gestaltungskraft.“

Eine Beobachtung, die die von mir interviewten Trainer im Nachwuchsbereich für ihre Sportler bestätigen. Einer der Gründe dafür ist für Hüther und andere Lernforscher immer wieder das System der Massenbeschulung. Wer von seinen Athleten mentale Fähigkeiten erwartet, der muss sie mit ihnen, auch gegen das, was Schule tut, trainieren.

Um das aber zu können, muss die Haltung oder Einstellung zum Lernen verändert werden. Das ist ein aktiver Prozess, den jeder Einzelne selbst einleiten und fortführen muss. Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther verwies bei einem Vortrag im Jahr 2009 in Freiburg darauf, dass wir im Gegensatz dazu im vorherigen Jahrhundert immer versucht hätten, das Verhalten von Menschen zu ändern. „Und wenn man Verhalten ändern will, ohne das man über die Haltung geht“, so Hüther, „dann macht man das immer durch etwas, das nennt man im Zirkus Dressur. Wir sind im vergangenen Jahrhundert richtige Künstler geworden, Menschen nach unseren Vorstellungen abzurichten oder zu dressieren.“

Der Hirnforscher stellt auch klar, dass sich durch Belohnung oder Bestrafung „jedes beliebige Verhalten eines Menschen herstellen“ lasse. „Das Bild ist das des Esels (das Kind) der früher mit der Peitsche, heute mit der Möhre vorne weg angetrieben wird, meistens mit beidem gleichzeitig. Der Einzige, der sich dabei richtig verausgabt, ist nicht der Esel. Da müssen Sie immer größere Möhren aufhängen und der lernt immer schneller sie wegzuschnappen.“ Es sei ein endlos mühseliger Prozess, jemanden dazu zu bringen, dass er sein Verhalten ändert, betont Hüther „Aber wir versuchen es immer wieder.“ Die Beobachtung der Forscher sei dabei aber eindeutig: Die durch Belohnung oder Bestrafung „erzwungene“ Verhaltensänderung funktioniere nicht. Denn wenn derjenige, der Zuckerbrot und Peitsche kontrolliere, weg sei, laufe der Esel doch wieder in die ihm genehme Richtung. „Wir müssen nicht das Verhalten von Menschen ändern, sondern ihre Einstellung oder Haltung. Und da wissen wir nicht, wie das geht“, sagt Hüther.

http://youtu.be/mwuQtyM2l_g

 

Die Forschung weiß es schon. Was Hüther meint, ist, dass das allgemeine Wissen um die Motivation und motivationsfördernde Gedanken verloren gegangen ist. „Menschen sind durch bisherige Erfahrungen in Schule, Beruf oder mit anderen Menschen geprägt. Wenn wir eine Einstellung oder Haltung ändern wollen, dann müssen wir diesem Menschen die Chance gebe, noch mal eine andere Erfahrung zu machen. Und dafür müsste man jemand sein, und das bricht mit allem was wir bislang gemacht haben, der in der Lage ist, einen anderen einzuladen, ihn zu ermutigen oder gar zu inspirieren, noch mal eine neue Erfahrung machen zu wollen. Wenn wir Potentiale entfalten wollen, inspirieren wollen, dann brauchen wir Menschen, die in der Lage sind, andere einzuladen, zu inspirieren, zu ermutigen. Und einladen kann man natürlich nur jemanden, den man irgendwie mag, man braucht also eine Beziehung zu dem Betreffenden. Und ermutigen kann man nur jemanden, wenn man selbst Mut hat. Wer Angst hat, kann niemanden ermutigen. Und inspirieren kann man auch nur jemanden, wenn man selbst schon von etwas inspiriert ist. Und das ist das Problem, das wir haben.“

Prinzipiell sei es möglich, so Hüther weiter, jeden anderen Menschen einzuladen, zu inspirieren und zu ermutigen, noch mal in diese Potentialentfaltung zu gehen. Voraussetzung dafür sei „ihn noch mal bei einer Sehnsucht zu erwischen, die in ihm stecke. Die gebe es in jedem Menschen, auch noch beim schlechtesten Schüler. Diese Sehnsucht komme aus den vorgeburtlichen und frühkindlichen Entwicklungsphasen des Gehirns. Sie sei aus zwei Erfahrungen entstanden, die jeder Mensch unweigerlich mache: Verbundenheit und wachsen zu dürfen.

„Man ist am Anfang seines Lebens aufs Engste mit mindestens einem Menschen verbunden“, sagt Hüther. „Der Mutter. Und das führt dazu, dass alle Kinder mit der Hoffnung in die Welt hinaus gehen, dass sie dort auch weiter verbunden sein dürfen. Diese Sehnsucht bleibt uns bis ins hohe Alter.“ Körperlich und psycho-emotional wachsen zu dürfen sei das zweite große Bedürfnis, „mit dem wir alle herumlaufen“. Und aus dieser Tatsache entspringe die Neugierde, jenes Bedürfnis danach, Aufgaben zu finden, an denen man zeigen könne, das man was könne und die einen autonom und letztlich frei machen könnten. Die Gehirne von Menschen, die nicht wachsen dürften und/oder ihre Verbindungen verlören, sagt Hüther, litten Not. Und diese Not müssten die Menschen durch die Befriedigung von Ersatzbedürfnissen kompensieren.

Ein wesentlicher Bestandteil des Zuckerbrot- und-Peitsche-Systems, in dem wir aufwachsen, ist, dass es wichtig ist, Strategien zu entwickeln, nicht aufzufallen oder zumindest Fehler zu vermeiden. Im Sport oder Berufsleben und natürlich auch in der Schule kann es echte Fortschritte, wirkliches Lernen aber nur dann geben, wenn ich mich traue, auch Fehler zu machen. Sir Ken Robinson sagte einmal: „If you are not prepared to be wrong, you’ll never come up with anything original.“

 

Für den (Volleyball-)Sport heißt das ganz simpel, dass ohne „falsche“ Bewegungen keine Fortschritte erzielt werden können. In Deutschland vor allem durch Prof. Dr. Wolfgang Schöllhorn Gutenberg Universität Mainz) bekannt gemachten Differentiellen Lernen, werden in einem gewissen Rahmen stattfindende Abweichungen von der Idealtechnik sogar für Lernerfolge verantwortlich gemacht, statt sie als Fehler zu kritisieren.

Im Trainings- und Wettkampfalltag stellen also die mentalen Fähigkeiten die größte Herausforderung dar. Zum einen, weil sie rund 80 Prozent der Leistung ausmachen, zum anderen, weil sie aufgrund eines weitreichenden Zustands der westlichen Gesellschaft bei den meisten Menschen unterentwickelt sind. Wenn wir also wissen, dass wir intrinsische Motivation durch Begeisterung, Bedeutsamkeit, Eigenständigkeit, Verbundenheit und die Chance zum Wachsen aktivieren können und dem eine veränderte Haltung zum Lernen folgt, dann stellt sich die Frage, was wir als Trainer verändern müssen, um unsere Athleten besser auf die Wettkämpfe vorbereiten zu können. Damit befasst sich Teil 3.

 

Teil 3 – Schlussfolgerungen fürs Training

„The game teaches the game“

Wenn ich beobachte, wie Vereinstraining heute organisiert und strukturiert ist, dann erkenne ich hier deutlich die Spuren des Schulsystems wieder. Wir wachsen zwölf Jahre lang wie selbstverständlich damit auf, was liegt da näher, als es für gut zu befinden und in die Vereinsarbeit zu integrieren. Dazu passt auch die Analyse von Sportlehrer Cord Sliwka, die er mir in einem Interview zu dieser Arbeit gab:

„Ich glaube, dass insbesondere im Sport ein großer Teil an Selbständigkeit mit der fehlenden Straßenspielkultur verloren gegangen ist. Früher haben die Kids sich eigenständig auf der Straße oder dem Bolzplatz getroffen und dort Spiele initiiert und aufrecht erhalten. Das verlangt ein hohes Maß an Selbständigkeit sowohl in den Organisationsstrukturen, als auch in der motorischen Umsetzung. Dieses Element fehlt den Kids heutzutage nahezu vollkommen. Durch den Wandel der Schulstruktur hin zur Ganztagsschule wird diese Entwicklung noch unterstützt. … Heutzutage ist die Sportpartizipation sehr stark vororganisiert. Die Kinder treten sehr früh in die Vereine ein und dort ist sowohl die Organisation der Rahmenbedingungen, als auch die Übungsstruktur zu hundert Prozent vorgegeben. Es wird von ihnen keine Selbständigkeit verlangt, entsprechend wird diese auch nicht entwickelt. Es fehlen hier die Elemente der Kreativität und Selbständigkeit.“

Als Trainer müssen wir mit den Traditionen der Schule brechen, um unsere jungen Athleten wirklich unterstützen zu können. Einige Gedanken zu den Aufgaben der Trainer hat Prof. Dr. Gerald Hüther bereits formuliert (s.o.): Wir müssen uns interessieren, eine Beziehung zu den Lernenden aufbauen. Die Verbundenheit mit dem Trainer und den Teamkollegen ist eine wichtige Möglichkeit, intrinsische Motivation bei den uns anvertrauten Sportlern zu aktivieren. Und wir müssen ihnen die Chance geben zu wachsen. An Herausforderungen, an sich selbst. Durch zielgerichtetes Ausprobieren in einer Atmosphäre, die das ermöglicht. Fehler müssen erlaubt, manchmal sogar provoziert werden. Belohnung und Bestrafung müssen als nicht zielführend abgeschafft werden. Natürlich hilft eine positive Bestätigung oder kritische Begleitung. Die Sportler brauchen eine Rückmeldung auf ihre selbst motivierten Aktionen. Aber sie brauchen genau so den Raum und die Zeit, sich entwickeln zu dürfen. Dann können Begeisterung und Bedeutsamkeit (ein großes gemeinsames oder individuelles Ziel) folgen.

Ein Trainer wird so eher zum Begleiter als zu einem Kontrolleur, die Begriffe richtig und falsch verlieren in Training und Wettkampf an Bedeutung. Es geht nicht um ein stetes „Grundgeräusch“ aus Bemerkungen des Trainers. John Wooden, der über Jahrzehnte sehr erfolgreich mit den Basketballern der UCLA Bruins war, wurde vor knapp 40 Jahren von Forschern (Roland Tharp & Ronald Gallimore, 1976, Basketball’s John Wooden: What a coach can teach a teacher) im Training beobachtet. Mark Lebedew, Trainer der BR Volleys in Berlin fasst einige der für ihn erstaunlichsten Beobachtung der Forscher in seinem Blog „At Home On The Court“ so zusammen:

  • He very rarely, if ever, interrupted the flow of practice to speak. His comments were instant and short.
  • Over 75% of his feedback in practice were Instructions of some kind.
  • Compared with the literature of the time, there were remarkably few instances that could be interpreted as ‘Praise’.

Hugh McCutcheon (gewann mit den U.S.-Männern Gold bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking und mit den Frauen 2012 in London Silber), Trainer des College-Teams der University of Minnesota, sagte einmal in einem Interview mit „The Net Live“: „… It is about teaching and coaching and if you have a choice you’d rather be a better teacher than coach. If you teach them the right way, they can get out and play just fine on their own and hope you don’t get in the way …“

Genau das ist oft das Problem: Trainer wollen helfen, meinen es besonders gut, wenn sie ständig dazwischen funken, stehen damit aber der Entwicklung ihrer Sportler im Weg. Einer meiner Chefs beim Radio sagte mir mal: „Herr Wagner, es gibt einen Unterschied zwischen gut und gut gemeint. Ihr Beitrag war gut gemeint.“

Die Forscher, die John Wooden beobachteten, notierten später in ihrem Bericht (Roland Tharp & Ronald Gallimore, Basketball’s John Wooden: What a coach can teach a teacher, 1976):

„It is now clear Coach Wooden’s economical teaching that we observed was the product of extensive, detailed, and daily planning based on continuous evaluation of individual and team development and performance. His developing and planning of lessons many now argue are keys to effective teaching. He studied each individual very carefully so he could anticipate what his students would do—or fail to do—and he was primed and ready to instantly respond with one of those brief, information-packed instructions.”

Je besser wir als Trainer vorbereitet sind und uns individuell mit jedem einzelnen Sportler im Team befassen, desto präziser können wir an den richtigen Stellen eingreifen.

Einige der besten Trainer der Welt (in den verschiedensten Sportarten, siehe Mark Lebedew, At Home On The Court) übertragen ihren Spielern immer mehr Eigenverantwortung. Dabei ist es wichtig festzuhalten, dass das nichts mit alleine lassen oder gar Verwahrlosung zu tun hat. Die Trainer bereiten ihre Sportler im Training darauf vor, später im Wettkampf eigenständig und eigenverantwortlich zu handeln. „Player Empowerment“ nennen das die Amerikaner. Dazu gibt es ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit, dass ebenfalls Mark Lebedew in seinem Blog zitiert. In einer Ausgabe von „The Net Live“ sagte Jim Moore, Head Coach der Frauenmannschaft der University of Oregon, über „sein“ von den Spielern gelenktes Offensivsystem:

„I believe firmly that the game is won by the players… I don’t put any balls on the floor so I’ve always given that centre of power to the players. They know themselves better than I know them and so what they feel comfortable running, they call and (the setter) makes that split second decision on where to go. I’ve always felt that if you empower them, they make great decisions and generally they have done that and they’ve proven that they can do it.”

Die Ducks von Jim Moore schafften es bis in die 2012er Finals und scheiterten erst im Finale an der University of Texas.

Während Trainer weltweit den Fokus ihrer Spieler vor allem darauf lenken, wie sie bestimmte Techniken auszuführen oder Situationen zu lösen haben, sagt John Kessel: „The Player Who Knows Why Beats the Player Who Knows How.“ Und weiter:

„So many coaches think that just because I have said something, that the players have learned. We must teach our players much more the WHY of our sport, not the how. Sadly, most coaches tell the players what to do, rather than asking them why something happened. A term I use a lot as key phrase for coaches is “Check for Understanding” So, rather than tell blockers “Late, Early, Good” we need to get the players to tell us what they think they were. Too often, the player will say “late” when your own eyes and experience saw “early” and that disconnect means no learning was happening. When you and your player are in agreement, it is a form of catching them doing it right.“

Das Warum kann der Trainer am besten in einer wettkampfnahen Situation erklären. Dann können mit Hilfe der Hinweise des Coaches Bilder in den Köpfen der Spieler entstehen. Und ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Nichts ist dichter am Wettkampf als ein Trainings-Wettkampf. Wie können wir von unseren Athleten erwarten, dass sie Verantwortung übernehmen, eigenständig handeln und entscheiden oder mit Leidenschaft Volleyball spielen, wenn wir sie minutenlang nach Eigenanspiel Bälle in ein völlig leeres Feld schlagen lassen? Die meisten Übungen, mit denen ich aufgewachsen bin, trainieren etwas völlig anderes als Volleyball (Hintergründe zur Nichtübertragbarkeit von Fertigkeiten und Bewegungen auf ähnliche Aufgaben). Sie trainieren einzelne Aspekte in einer völlig wettkampffernen Form.

Paarweises Einspielen zum Beispiel macht uns nicht etwa besser in Pritschen, Baggern oder Angriff – es macht uns gut darin, den Ball an den Ort zurück zu spielen, von dem er gekommen ist. Das passiert im Spiel aber nicht ein einziges Mal. Und vor allem wird hierbei nicht eine der so wichtigen mentalen Fähigkeiten trainiert, die wir Trainer von unseren Athleten erwarten. Je wettkampfnäher wir unsere Übungen machen wollen, desto überflüssiger werden sie. Übungen waren gestern, heute ist das Spiel. „The game teaches the game“, sagen die Amerikaner.

Am Ende kommt es darauf an, mehr zu spielen. Durchs Punktezählen werden die Sportler, wie im Wettkampf auch, für ihre Aktionen verantwortlich gemacht. Sie werden als Team in Punkten gemessen, der Punktestand ist deutlich zu sehen und am Ende gibt es einen Sieger. Dabei werden alle mentalen Fähigkeiten, die wir benötigen, herausgefordert, trainiert und weiter entwickelt – wenn wir den Athleten die Möglichkeit dazu geben und in den richtigen Momenten weiter helfen. Die Wissenschaft weiß, wie Lernen und Entwicklung funktionieren. Aber was wir im Training tun, steht oft in völligem Gegensatz zu diesen Erkenntnissen. Wir Trainer tragen die Verantwortung dafür, das zu ändern und unseren Sportlern dabei zu helfen, sich weiter zu entwickeln und Erfolg zu haben.

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