Endlich sagt’s mal einer: „Ich“-Rufe beim Volleyball sind Quatsch

Mark Lebedew, für diesen Artikel werde ich dir ewig dankbar sein. Wenn schon der Coach des SCC Berlin gegen das dämliche „Ich“-Rufen ist, vielleicht glaubt ja dann auch endlich mir jemand, dass das Quatsch ist. In seinem Blog At Home On The Court erklärt Mark, warum er gegen das ständige Rufen und stattdessen für eine sinnvolle Kommunikation auf dem Spielfeld ist.Zunächst einmal, weil eh klar ist, welcher Ball in wessen Zuständigkeit fällt. Jedenfalls dann, wenn es zuvor im Training besprochen und geübt wurde. Während eines Ballwechsels sei Reden nun wirklich die denkbar schlechteste Möglichkeit, Kontakt zum Nebenmann aufzunehmen, so Mark in seinem Blog. Ein Schritt in Richtung Ball dagegen sei eine klare und deshalb entscheidende Art zu kommunizieren. Ich empfehle den ganzen Artikel allen Volleyballern ganz dringend.

12 thoughts on “Endlich sagt’s mal einer: „Ich“-Rufe beim Volleyball sind Quatsch

  1. Ich verstehe dein Argument, denke aber, dass es einfacher ist, den Leuten beizubringen, nach einer Entscheidung auch direkt zu handeln. Und deutlich sichtbar handeln, also ohne Zögern zum Ball gehen, tut in der Regel nur einer von Beiden. In den paar Fällen, in denen es beide Spieler wirklich ernst meinen, kann es dann zum Zusammenstoß kommen, aber ich denke, das passiert eher selten. Außerdem passiert beim Rufen ja das Gleiche. Wie oft habe ich es persönlich (auch wieder in der vergangenen Saison) erlebt, dass zwei fast zeitgleich rufen und dann überrascht und verwirrt stehen bleiben…

  2. das rufen alleine hilft ja auch nicht immer – da geb ich dir von mir aus auch recht. aber ohne kommunikation während eines ballwechsels wird bald das chaos regieren! unterschiedliche positionen, schaffen unterschiedliche beobachtungen und somit auch nicht immer die erhoffte reaktion der spieler. sie müssen sich einfach verständigen! hinzu kommt, dass es oft in entscheidenden situationen hasen und füchse gibt! und ein fuchs muss ein fuchs bleiben – also verantwortung übernehmen! karch kiraly ist dadurch als hallenvolleyballer so berühmt geworden.

  3. man wird aber leider nicht als fuchs geboren, sondern trägt eventuell nur die anlagen mit sich herum. von daher glaube ich, dass es hilft wenn man gerade am anfang seiner fuchsentwicklung auch mit dem rufen arbeitet, soll heissen das ist für mich ein unterstützendes mittel in der entwicklung eines spielers zur verantwortungsübernahme.

  4. Kommunikation passiert staendig. Das Punkt ist verbal Kommunikation ist nur ein von viele kommunikations Arte und darunter die ineffezienste.
    Kaos entsteht wenn Spieler nicht wissen was und wann sie machen mussen. Rufen kann einige Probleme kurzfristig helfen, aber loest nichts. Kaos kommt immer wieder zuruck wenn Spieler nicht spielen lernen. Das Trainer Job ist das Spieler wissen was und wann sie machen mussen, egal ob Bundesliga oder E Jugend.
    Die grosste Mehrheit von Spielsituationen sind vorhersehbar und wiederholbar und dementsprechend trainierbar.
    Die originelle Artikel an den Gold Medal Squared Blog geht weiter und sagt Spieler mussen in Spielsituationen trainieren um diese Spielverstaendnis zu lernen. Das ist ihre ganze Philosophie darauf Ich auch stehe.
    Karch war kein geborene Fuchs. Er hat spielen gelernt von anfang an.

  5. Ich denk‘ mal, das ist auch alles ein wenig Abhängig voneinander. Oli’s Argument ist gut aber/und das muss man den Leuten aber auch erst mal beibringen! Beim Prozess hilft da aber sicherlich auch sich akustisch bemerkbar zu machen, für sich selbst aber auch den anderen. Vor allem wenn man noch nicht so lange zusammenspielt und das Verhalten der Mitspieler nicht so gut kennt – wie reagiert der andere. Das spielt da auch mit rein. Je höher die Leistungsklasse, desto einfacher wirds vielleicht ohne „ich“ auszukommen. Wenn ich mal so meinen Senf dazu aus Bavaria dazugebe – Grüße in die alte Heimat 😛

  6. Pingback: Why I Don’t Teach Calling – The Sequel « At Home On The Court

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