Der Weg zu Meisterschaft beginnt mit einer Initialzündung

Menschen, die es in ihrem Fachgebiet zur Meisterschaft gebracht haben, waren nicht von Geburt an im Vorteil. Vielleicht weil sie das Musik-Gen oder einzigartige Bagger-Arme haben. Die Wissenschaft sagt uns seit langem, dass Meisterschaft entsteht, wenn wir (verkürzt ausgedrückt) mit ganz viel Begeisterung üben. Um das zu tun, braucht es in der Regel eine Initialzündung. Trevor von Train Ugly zeigt in diesem Beitrag sehr gut bildhaft, was passieren muss, damit eine Zündung auch so richtig funkt. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist ein Werbespot der Firma Nike, der für sich alleine schon sehenswert ist.

Wer jetzt aber denkt, ich als Trainer, Vater, Mutter muss meinem Kind Initialzündungen zur Verfügung stellen, ist auf dem Holzweg. Es funkt schließlich vor allem dann, wenn wir nicht damit rechnen. Wir können Gelegenheiten schaffen, in dem wir uns Zeit für unsere Kinder nehmen und viele verschiedene Dinge mit ihnen gemeinsam entdecken. Aber die „Arbeit“ der Trainer und Eltern beginnt erst, wenn die Kinder „Feuer gefangen“ haben. Jetzt müssen wir ihnen den Raum geben, sich auszuprobieren, zu entwickeln und sie dabei unterstützen. Die größte Gefahr ist, dass wir sie gutgemeint einengen und in ein Entwicklungs-Korsett zwängen wollen. So kann Begeisterung auch ganz schnell wieder erlahmen.

Entwicklung zur Meisterschaft braucht auch Mut. Den Mut, Fehler zu machen und als etwas Gutes zu verstehen. Entwicklung zur Meisterschaft braucht Stärke. Die Stärke, Rückschläge wegzustecken und daraus zu lernen. Entwicklung zur Meisterschaft braucht vor allem aber auch liebevolle Begleitung, damit Mut und Stärke entstehen und wachsen können. Ganz alleine geht auch in den Einzeldisziplinen nichts.

Initialzündungen passieren, wenn sich Kinder neugierig umschauen und Neues ausprobieren dürfen. Am besten auch das in Gemeinschaft.

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