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„Augenarbeit“ – Einstieg in die Verbesserung der mentalen Fähigkeiten

In den vergangenen Wochen habe ich mich noch mal neu mit dem Thema der Arbeit der Augen (wann guckt ein Spieler wohin und warum) im Volleyball beschäftigt. Viele gute Anregungen und vor allem in der Blockarbeit auch neue Erkenntnisse erhielt ich über die Artikelserie Eye Work im Blog von Mark Lebedew. Ich habe auch bei anderen Trainern den Hinweis auf den Vorrang einer richtigen Augenarbeit gefunden. Das hat mich in der Intensität überrascht und ich nahm das zum Anlass, mich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.

Mark hat das folgende Video zwar auch gepostet, aber ich empfehle es euch dennoch hier noch mal. Ich hatte es schon vor seinem Post gesehen, für spannend befunden, aber viel zu wenig daraus gemacht. Coach Jim McLaughlin von den Washington Huskies erklärt darin die Wichtigkeit von „Eye Work“ und wie er das im Training umsetzt.

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Ich muss nicht wiederholen, was Andere längst aufgeschrieben haben. Nur so viel: Ich bin der festen Überzeugung, dass eine kontrollierte, intensive und zielgerichtete Arbeit der Augen nicht nur dem Spiel an sich hilft, sondern auch aus mentalen Schwächen heraus hilft. Denn wer gezielt hingucken muss und von seinem Trainer immer wieder danach gefragt wird, was er gesehen habe, der beginnt automatisch im gesamten mentalen Bereich intensiver zu arbeiten. Die Augen helfen, den Fokus auf die wesentlichen Aufgaben im Volleyball zu konzentrieren. Ich bin nach ersten Versuchen in meiner Trainingsarbeit der Überzeugung, dass das Arbeiten mit den Augen der von mir lang gesuchte Einstieg in eine mentale Fokussierung ist, der leicht zu erklären und zu verstehen ist und deshalb von allen Spielern gut umgesetzt werden kann.

Die mir bislang bekannten Methoden, bei Spielern die mentalen Fähigkeiten, das Gewinnen wollen, zu trainieren oder auch zunächst einmal nur anzuregen, hatten sich als zäh und oft nicht greifbar genug heraus gestellt.

4 thoughts on “„Augenarbeit“ – Einstieg in die Verbesserung der mentalen Fähigkeiten

  1. Tja, mein Reden seit 199… Die Augenarbeit.
    Wo liegt mein Fokus? Was kann ich aus dem, was ich sehe, erkennen für meinen Standort – mein Spiel. Ich denke, dass bis heute gerade im Blockspiel auf den Außenpositionen zu viel Augenmerk auf dem Ball liegt. Der Ball ist aber nach meiner Erfahrung sekundär, solange er sich in des Gegeners Hälfte befindet. Vielmehr sind Zuspieler (Hände, Stellung zum Ball etc.) wie auch die Stellung der Außenangreifer und ihre Anlaufwinkel zum Abschlagort von großer Wichtigkeit. Die Schlaghand des Angreifers musst du erwischen. Das bleibt aber ein Lotteriespiel, wenn du die Augen nicht vom Ball bekommst……
    Und ja richtig: Richtiges Arbeiten mit den Augen und das Gesehene verabeiten sind ein wichtiger Aspekt für den mentalen Bereich. Das beginnt schon bei der Auseinandersetung des Annahmespielers mit dem Aufschlagspieler und lässt sich beliebig in alle Bereiche fortsetzen. In der Augenarbeit trennt sich m.E. nach die Spreu vom Weizen!

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